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Ausverkaufte Mozart-Gala im Großen Haus:Starpianist Fazil Say erntet Standing Ovations
Großes Haus, stattliche Kulisse: Als Karin Reismann, Vorsitzende des Fördervereins für das UKM-Prostatazentrum, am Samstagabend zum Rednerpult schreitet, kann man der Kommunalpolitikerin die innere Freude deutlich anmerken - Freude über ein ausverkauftes Theater. Zu Gunsten einer Einrichtung, die sie als ihr "Herzensanliegen" bezeichnet.
Die festliche Mozart-Gala der Heidelberger Sinfoniker unter der Leitung von Thomas Fey, sie führt zu „vollen Rängen“ - ganz im Sinne von Oberbürgermeister Markus Lewe, dem Schirmherrn des Benefiz-Konzertes. Ein „hochkarätiges, musikalisches Ereignis“ sei da gelungen, hat er im Vorfeld das tatkräftige Engagement der Organisatoren gelobt. Dass mit der Verpflichtung renommierter Solisten wie Fazil Say (Klavier), Barbara Emilia Schedel (Sopran) sowie Wilhelm Bruns (Naturhorn) zudem eine exzellente Auswahl gelang, schreibt der OB den Ausrichtern ebenfalls ins Grußwort.
So übermittelt Reismann seine besten Wünsche. Ihr besonderer Dank für vielfache Unterstützung gilt den Künstlern, den Besuchern, nicht zuletzt dem eigenen Team um Geschäftsführerin Christiane Ptok, die hinter den Kulissen seit Monaten für die Vorbereitung der Charity-Veranstaltung verantwortlich zeichnet.
Bravouröse Leistungen
Gemeinsam, so stellt die Sprecherin dem Auditorium bei der Begrüßung in Aussicht, werde man einen stimmungsvollen Abend auf hohem Niveau erleben – kulturelle Qualität, mit der Münster weithin punkten könne. Die Bürgermeisterin hält Wort: Zum Schluss setzt es nach über zweistündigen bravourösen Leistungen Standing Ovations - ob des erlesenen Hörgenusses.
Als Publikumsliebling entpuppt sich Say, der geradezu brillante Starpianist, von Fey plus Ensemble souverän begleitet. Mit seiner letzten Zugabe, den locker aus dem Handgelenk geschlenzten Variationen des französischen Volksliedes "Ah, vous dirai-je, Maman" (später hier als "Morgen kommt der Weihnachtsmann" bekannt geworden) sorgt das Genie hinter dem Flügel für minutenlangen Applaus.
Sponsoren-Beiträge
Den Reinerlös will man jetzt innerhalb der nächsten Monate dazu verwenden, um das so genannte P-Mark-Forschungsprojekt weiter voran zu bringen. Als europäisches Verbundsystem setzt es sich aus sieben Prostata-Biobanken zusammen, darunter jene des UKM – die einzige ihrer Art in Deutschland. Sie existiert seit 1993, besteht aktuell aus 60.000 Proben.
Wurde das Vorhaben auf EU-Ebene anfangs durch Anschubgelder in Höhe von 3,6 Millionen Euro finanziert, so muss nun die Fortsetzung durch Sponsoren in einzelnen Teilnehmer-Staaten gewährleistet werden. Die erforderlichen Aufwendungen haben die Partner selbst akquirieren – für Münster eine Summe von 50.000 Euro. Laut Ptok steht Anfang der nächsten Woche fest, in welcher Höhe Einnahmen erzielt werden konnten.
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